1. April: Magdeburg wächst
Französische Karte von Magdeburg um 1880
Der 1. April ist in der Geschichte Magdeburgs kein Tag für Scherze, sondern ein doppelter Meilenstein städtischer Entwicklung: 1886 wurde die Neustadt eingemeindet, ein Jahr später folgte Buckau. Zwei Orte mit eigener Geschichte, die heute zu den spannendsten Stadtteilen der Landeshauptstadt zählen.
Die Magdeburger Neustadt taucht schon 1209 als nova civitas – „neue Stadt“ – in historischen Quellen auf. Damals ging es um Macht, genauer gesagt um den Streit zwischen Kaiser Otto IV. und Erzbischof Albrecht I. Letzterer verlieh der Neustadt 1230 das Stadtrecht. Buckau ist sogar noch älter: Erste urkundliche Erwähnung im Jahr 937, ausgestellt von König Otto I. – allerdings blieb Buckau bis weit ins 19. Jahrhundert ein eher dörflich geprägter Ort. Erst 1859 wurde es offiziell zur Stadt.
Heute sind Neustadt und Buckau aus Magdeburg nicht mehr wegzudenken: Die Neustadt hat die jüngste Bevölkerung der Stadt, Buckau ist mit seiner Mischung aus Altbaucharme, Kunstszene und Elbnähe ein Paradebeispiel für urbane Transformation. Zwei Orte, zwei Geschichten – und ein gemeinsames Datum: 1. April. Kein Witz. Nur Stadtgeschichte.